Peter Burkhardt

Das Waldrevier

Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart 2013,

208 Seiten, viele Bilder, 19,95 Euro

Nach seinen Büchern „Jagen für Jungjäger“ und „Ein Jahr im Rotwildrevier“, beide 2011 erschienen, legt Peter Burkhardt mit „Das Waldrevier“ sein neues Sachbuch vor.

Das Buch richtet sich an Revierpächter bzw. Eigenjagdbesitzer, insbesondere an diejenigen, welche erst seit kurzem eine eigene Jagd haben. Aber auch erfahrene Revierinhaber können ihre eigenen Jagdmethoden, Reviereinrichtungen und Planungen etc. überprüfen und finden sicher manche gute Anregung.

Die Buchkapitel folgen dem Jagdjahr von April bis März und geben Anregungen zum jeweiligen Zeitpunkt. Dazwischen gibt es Kapitel zu besonderen Themen. So widmet er ein Kapitel den Wildkameras und gewinnt diesen viel Positives ab. Mit wenig Beunruhigung (Kontrollen nur alle paar Wochen) gewinnt man gute Einblicke in das Verhalten des Wildes und staunt über manche neue Information. Ruhe im Revier (vor dem Jäger) ist überhaupt ein zentrales Thema des Buches. So gibt es auch ein Kapitel über echte Jagdruhezonen, die für den Jäger absolut tabu sind. Er ist der Meinung, dass diese Jagdruhezonen auch in kleinen Revieren (sein Hochwildrevier im Wendland hat 239 ha) gut funktionieren. Sein Fazit: „Das Kuriosum der Ruhezonen war und ist für alle, die dieses Prinzip einführten, die signi?kante Steigerung der Abschusszahlen und sinkende Wildschäden.“.

Das Buch enthält viele interessante Tipps und Anregungen, z.B. zur exakten Planung einer Drückjagd oder auch zur notwendigen Öffentlichkeitsarbeit, so dass ich es richtig schade finde, sie nicht im eigenen Revier ausprobieren und auf ihre Wirksamkeit testen zu können.

Ich fand das Buch so spannend, dass ich es fast in einem Rutsch durchgelesen habe und kann es sehr empfehlen.

 

Jürgen Rosemund