Über uns

Der Verein

 

Seit nunmehr 25 Jahren ist der Ökologischen Jagdverein Brandenburg e.V. die treibende Kraft in Brandenburg, wenn es um die Weiterentwicklung der Jagd hin zu einem zeitgemäßen Instrument des Landschaftsmanagements geht. Genau 7 Jäger, Förster, Naturfreunde aber vor allem Visionäre setzten sich am 9. November 1991 in Chorin zusammen und legten den Grundstein des Vereins.


Mit dem Ziel einer dauerhaften Sicherung und Nutzung von Natur, Wild und Jagd
arbeitet der ÖJV seitdem intensiv mit Grundeigentümern, Jägern, Natur- und Tierschützern, ihren jeweiligen Verbänden, den politischen Institutionen und den entsprechenden öffentlichen Verwaltungen zusammen. Nach einem zähen Anfang ist der ÖJV Brandenburg e. V. aus dem jagdpolitischen Diskurs in Brandenburg nicht mehr wegzudenken.

 

Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Verbände greifen mittlerweile gern und oft auf die Kompetenz unseres Vereins zurück, wenn es darum geht, Fragen zu einer zukunftsorientierten Jagd auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse fernab von verstaubter Tradition zu diskutieren.

 

 

Unser Selbstverständnis

Jagd ist nicht losgelöst als Hobby mit Wald und Feld als Kulisse zu verstehen. Die Jagd ist ein notwendiges Handwerk, das es zu praktizieren und weiter zu entwickeln gilt. Der Ökologische Jagdverein Brandenburg e.V. (ÖJV) orientiert sich in seinem Leitbild, seinen Positionen und Forderungen vor allen Dingen an den Interessen der (jagdrechtsinnnehabenden) Flächeneigentümer und an den vielfältigen Ansprüchen der Gesellschaft. Damit ist Jagd kein Selbstzweck, sondern eine Dienstleistung, die in unserer Kulturlandschaft erbracht wird und wesentlich zu ihrem Erhalt und ihrer Weiterentwicklung beiträgt.

Eine regulierende Wirkung der Jagd a priori anzunehmen, lässt viele Aspekte unbeachtet. Die nach wie vor anwachsenden Schwarzwildbestände zeigen beispielsweise sehr deutlich, dass eine ganzjährige Jagdzeit und Jagdausübung nicht zwingend zu einer Bestandesreduzierung führt. Jagd muss sich an den wildbiologischen Erkenntnissen und an effektiven Strategien ausrichten. Dabei braucht es Partnerschaften und Verständnis der unterschiedlichen Landnutzer.

 

Einer dieser Partner in Brandenburg ist auch der Wolf! Jäger wollen Beute machen, aber: jedes Reh, das ein Wolf frisst, erfüllt seine Rolle im Kreislauf der Natur. Die Ausrottung des Wolfes in Deutschland und Europa war ein Schritt auf dem Weg zu den unnatürlich hohen Wildbeständen auch in weiten Teilen Brandenburgs. Die Wölfe werden unsere derzeitigen Probleme in Wald und Flur nicht lösen, sie sind jedoch äußerst effektive Fitnesstrainer des einheimischen Wildes und helfen mit für natürlichere Zustände  zu sorgen. Und diejenigen Tiere, die durch unsere jagdlichen Bemühungen einer Anpassung der Wildbestände an die Lebensraumkapazitäten zur Strecke kommen, stellen mit ihrem Fleisch eines der hochwertigsten regionalen Lebensmittel zur Verfügung.

Die historisch bedingten Überprägungen des jagdlichen Handwerks in Deutschland sind uns bewusst - mit ihnen gilt es auch bewusst zu brechen. Aspekte des jagdlichen Brauchtums finden in unserer Jagdausübung selbstverständlich Eingang, für uns stehen allerdings jagdliche Fertigkeiten und wildbiologisches Wissen im Vordergrund.

Wir sind Förster, Landwirte, Naturschützer, Grundbesitzer, Handwerker und vieles mehr! Wir sind unterschiedlich, doch eines eint uns: wir jagen ökologisch!

Aus Überzeugung, mit Freude, Passion und Verantwortungsgefühl!
Sie haben Fragen - sprechen Sie uns an!